Jan Klare und Julius Gabriel
About Angels and Animals
Irgendwo dazwischen muss es sein, wenn Jan Klare und Julius Gabriel Luftsäulen verschmelzen. Heute Abend, 6. Juli 2016, spielen ab 20 Uhr Jan Klare und Julius Gabriel im Foyer der Ateliergemeinschaft Schulstraße 43 in Münster.
Beide sind virtuose Saxophonisten – vom Geist der Improvisation getrieben geht es um Spannung, Kommunikation und das Heraufbeschwören des heiligen Spirits.
Irgendwo zwischen Himmel und Erde.
Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck
Morgen, am 7. Juli 2016, werden Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck in Kiel mit Planierwalzen und Pigmenten GRUND UND BODEN Drucke erstellen.
Zu den performativen Bodenrichtwertuntersuchungen irgendwo mit Planierwalzen unterwegs im Raum Kiel bzw. zur Ausstellung
am 9. Juli 2016 in der Arkonastraße 1, Block A, Kiel-Wik sind Sie und Ihre Freunde ab 18 eingeladen.
Infoline auf Facebook: https://www.facebook.com/GroundandFloor/ oder
hier: http://eiskellerforschungen.tumblr.com/post/144508540262/grund-boden-planierwalzendrucke-zu
Piedra Angular von Elizabeth de Jesús
KUNST UND SUPPE XI
Donnerstag, den 30. Juni 2016. 19 Uhr
Unter dem Titel Piedra Angular stellt Elizabeth de Jesús ihre neue Arbeiten vor, die im Rahmen des Atelierstipendiums in der Schulstrasse entstanden sind.
Weitere Informationen zu de Jesús gibt es auf ihren Seiten hier:
http://emeespaciodearte.com/portfolio/elizabeth-de-jesus/
oder hier: http://elizabethdejesus78.blogspot.de/
Natürlich gibt es neben neuen Bildern an der Wand, Suppe für den Magen, Getränke und viele Gespräche.
Einladung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/1071284879606004/
Luzia-Maria Derks
Bilder von meiner Mongoleireise
Beamerpräsentation im Treppenhaus
Am Sonntag, den 03. Juli um 17.00 Uhr sind alle Interessierten herzlich ins Foyer der Ateliergemeinschaft Schulstraße e.V. eingeladen. Luzia-Maria Derks wird dort eine Beamerpräsentation im Treppenhaus veranstalten. Es wird Mongolischen Tee und Wasser geben. Erscheint zahlreich, bringt gerne Freunde und Bekannte mit!
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Freiheiten / Freedoms
Ahmad Adnan Alorbeni
Fouad Kayalie
Die Ausstellung Freiheiten / Freedoms zeigt Arbeiten der beiden syrischen Künstler Ahmad Adnan Alorbeni und Fouad Kayalie. Ihre Arbeiten setzen sich mit der Bedeutung von Freiheiten auseinander und den Auswirkungen, wenn Freiheit nicht mehr selbstverständlich ist, vor allem vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs in Syrien und der Flucht nach Europa.
Eröffnung: Freitag, 29. April
Öffnungszeiten: 30. April bis 15. Mai, jeweils Samstag und Sonntag von 15 bis 19 Uhr
Voliere, Atelier 17 in der Ateliergemeinschaft Schulstrasse 43, Münster
Ruppe Koselleck
ES GEHT VORAN.
Zum sechsten Jahrestag der Deepwater Horizon Katastrophe im Golf gibt Ruppe Koselleck
für die TAKEOVER BP Interviews. u.a. in Wien bei DER STANDARD:

BP – bald seins.
http://www.ebay.de/usr/takeoverbp
Susanne von Bülow
KUNSTHALLE MÜNSTER
In der Stadthausgalerie | Platz des Westfälischen Friedens
Susanne von Bülow: u.a. Europa | 27. April – 19. Juni 2016
Eröffnung: Dienstag, 26. April – 18 Uhr
FINISSAGE: Sonntag, 19. Juni – 15 Uhr
Geostrategische Kuchenperformance: „Kuchen essen – Alles vergessen“
T FIFTYTWO (Susanne von Bülow + Ruppe Koselleck)
Susanne von Bülow: Europa, 90/150
Collagraphie, 2016
Zwischen den Grauwerten geopolitischer Allegorien und dem hochkonzentrierten und verdichteten Ausdruck des freigestellten Menschen entwickelt Susanne von Bülow neue Topoi und Motive aus den flüchtigen Augenblicken unserer Gegenwart. (Ruppe Koselleck, 2016)
Text: Verena Voigt, Kunsthalle Münster
Die Ausstellung
Susanne von Bülows nennt ihre Ausstellung „u.a. Europa“ und verweist mit ihrem Titel bereits auf die Polarität der gezeigten Arbeiten und Installationen. In von Bülows konzentrierten und freigestellten Figuren verdichtet die Künstlerin den abgebildeten Menschen auf einen selbstbezogenen und sich selbst vergewisserten Moment im alltäglichen Leben des Einzelnen. Es zählt der auf Ewigkeit festgestellte Augenblick. Die abkürzenden Vokale „u.a.“ befreien die Ausstellung von der Last der Einengung auf ein geographisches oder politisches Thema und öffnen das konnotierte Feld des begrifflichen Europas. Hierfür entwickelt von Bülow Allegorien der GEOPOLITIKA bzw. der EUROPA und stellt diese politische Relevanz einer privaten Verortung in Form der alltäglichen Momente gegenüber. Dabei entstehen auch Bilder wie etwa die „Frau mit Schleier und goldener Tasche“, deren Deutungshorizont von privater Natur und öffentlicher Brisanz aufleuchtet.
Die „Europa“ ist eines der Schlüsselwerke der Ausstellung der Künstlerin Susanne von Bülow, die am 26. April in der Stadthausgalerie in Münster am Platz des Westfälischen Friedens eröffnet wird: eine 2016 entstandene Monotypie. Bei genauer Beobachtung zeigt sich: Der durchsichtige Kellerfaltenrock des „Mädchens Europa“ zeigt freigestellte Landkarten und Staatsgrenzen und konfrontiert Europas „feste“ Grenzen (rechte Rockhälfte) mit den Linien sog. „gefallener arabischer und afrikanischer Staatlichkeit“ (linke Rockhälfte).
Die Gemengelagen der „failed states“ auf der einen und überlappende europäische Staatsgebilde auf der anderen Seite erzeugen ein kartographisches Camouflage-Muster; getrennt nur durch das Mittelmeer.
Eine politische Hintergrundfolie dieser zeitgenössischen Allegorie ist das sog. Sykes-Picot-Abkommen, das sich am 16. Mai 2016 zum 100sten Mal jährt.
Die Künstlerin: Susanne von Bülow
„Neben der ausgeprägten Lust an der handwerklichen Arbeit des Druckens besitzt Susanne von Bülow eine besondere Beobachtungsgabe. Doch das Beobachtete ist nie unabhängig vom Beobachter, sei es in der Kunstrezeption oder hinsichtlich der kleinen unbewussten oder auch bewussten Gesten des Alltags, die sich weder präzise wiederholen noch nachahmen lassen. Die Künstlerin legt diese Gesten, die Bewegungen für einen Moment still, reist sie aus dem Zusammenhang und stellt sie frei. Sie beschreibt in ihren Bildern die Erfahrungen und Wünsche von Körperlichkeit, der Lust, aber auch der Zerbrechlichkeit emotionaler Empfindungen“
(Text: Dr. Andrea Brockmann, Freigestellt, Aus: Zuckerbrust und Blaubeermund, 2009) – und aktuell in der Ausstellung „u.a. Europa“: die Zerbrechlichkeit von politischen Kontinentalplatten, gebrannt in Keramik.
Der politische Hintergrund: Der Sykes-Picot-Kontrakt
Das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 war eine geheime Übereinkunft zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, durch die deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg festgelegt wurden. Das Abkommen wurde im November 1915 von dem französischen Diplomaten François Georges-Picot und dem Engländer Mark Sykes ausgehandelt. Nach ihren unter verschlossenen Türen getroffenen Absprachen sollten die künftigen Grenzen von Syrien, Jordanien, Irak und der Türkei geregelt werden.
Winston Churchill brüstete sich später, den Staat Jordanien „mit einem Stiftzug an einem Sonntagnachmittag“ geschaffen zu haben. Nach 100 Jahren wird deutlich: Der Skykes-Picot-Kontrakt ist die Grundlage, wenn auch nicht die Ursache für viele der Konflikte im modernen Nahen Osten: dem Israel-Palästina Konflikt, dem libanesischen Bürgerkrieg, dem irakischen Überfall auf Kuwait, dem türkisch-kurdischen sowie dem syrischen Bürgerkrieg. Auslöser für all diese Konflikte waren ganz unterschiedliche lokale und regionale, nationalistisch-exkludierende Auffassungen von „Politik“; manchmal von externen Mächten unterstützt; manchmal komplett hausgemacht. Aber die „Leinwand“, auf der diese „Politik“ entstand, war das Sykes-Picot-Abkommen.
Dieses Geheimabkommen stand unter keinem glücklichen Stern: Schon mit der Oktoberrevolution 1917 entstand ein „Leck“, das den Geheimcharakter des an den Menschen vorbeiverhandelten Staatengebildes vereitelte. Die Veröffentlichung in russischen wie britischen Tageszeitungen schließlich löste große Verärgerung unter den Entente-Mächten und wachsendes Misstrauen bei den Arabern aus – was die Arabische Revolte zusätzlich anstachelte. Dennoch sollte das Sykes-Picot-Abkommen in den Folgejahren erweitert werden, um Italien und Russland einzubinden. Russland sollte Armenien und Teile von Kurdistan erhalten, Italien einige ägäische Inseln (Dodekanes) und eine Einflusssphäre um Ýzmir in Südwest-Anatolien. Die italienische Präsenz in Kleinasien sowie die Aufteilung der arabischen Länder wurde im Vertrag von Sèvres im Jahre 1920 formell besiegelt. Zynischerweise ist es ausgerechnet der sog. IS-Staat, der aktuell genau diese Grenzziehung brutal annulliert.
http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/sykes-picot-zerfaellt-endlich-497/
Die Geostrategische Kuchenperformance: Kuchen essen – Alles vergessen
Am letzten Tag der Ausstellung „u.a. Europa“ am Sonntag, den 19. Juni ab 15 Uhr unternehmen Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck mit der „Geostrategischen Kuchenperformance: Kuchen essen – Alles vergessen“ den Versuch, die Geschichte mit ihren politischen Konstrukten und Konstruktionen in Süßspeisen zu transformieren. Wenn es nach dem Hinweis von Churchill richtig ist, das die Einflusszonen im Nahen Osten zwischen Frankreich und England in den sog. Geheimverhandlungen von Sykes-Picot bei Teegebäck verhandelt und gezogen wurden, so hat es eine innere Konsequenz, wenn Bülow und Koselleck 100 Jahre später die nun von der Künstlerin zuvor in Keramik gebrannten und später als Kuchen aufgebackenen Staatsgebilde im Rahmen des Ausstellungsprojekts zur Verköstigung anbieten werden.
Zitat der Künstler Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck: „‘Kuchen essen – Alles vergessen‘ möchte sich an den politisch-kreativen Gestaltungsakten beteiligen – und Staatengebilde verköstigen …. Wir werden mit Hammer und Nagel Grenzen auf Karten einschlagen, mit Blechen nachziehen, Formen gestalten, „Länder“ verwalten und zu Süßspeisen transformieren… So lecker (und aktuell) war Geschichte noch nie… Das Geostrategische Kuchenessen wird damit zu einer performativen Geschichtsstunde, in denen nicht Länder, sondern Kuchen gegessen wird. Nachdem wir im vergangenen Jahr in Wien die kartografischen Umrisse von Österreich und Ungarn in einen vielteiligen Schichtkuchen ausgeformt haben und im Museumsquartier verspeist haben, freuen wir uns anlässlich des Jahrestages des Sykes-Picot-Abkommens, zu dem wir für Sonntag, den 19. Juni um 15 Uhr am Platz des Westfälischen Friedens in Münster einladen.“
Der Ausstellungsort:
Stadthausgalerie – Platz des Westfälischen Friedens (Rathausinnenhof)
48143 Münster
Presse: Verena Voigt PR | kontakt@verena-voigt-pr.de | 0 163 191 16 69
Telefon +49 (0)251/4924191 · Fax 4927752 (Kulturamt)
kulturamt@stadt-muenster.de · http://www.kunsthalle.muenster.de
Öffnungszeiten: Di.–So. 12–18 Uhr
Die Ausstellung „u.a. Europa“ wird von der Kunsthalle Münster kuratiert und setzt die Reihe der Malerei-Ausstellungen in der Stadthausgalerie fort.
Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck
DIE LAGE AM LOCKWEG
Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck drucken am 22. April 2016 ab
10 Uhr morgens im Kunstverein Sundern Sauerland
für Grund und Boden
http://www.kunstverein-sundern-sauerland.de/
Facebook-Einladung: https://www.facebook.com/events/1678284665755171/
Lena Dues
Artur Moser
Il-Jong Park
Chih-Feng Chien
kommen & gehen
15.04. – 17.04.2016
Die Ateliergemeinschaft begrüßt und verabschiedet die Stipendiaten der Kunstakademie Münster mit einer Ausstellung in den Räumen des Atelierhauses.
Il-Jong Park und Chih-Feng Chien werden im Foyer Arbeiten präsentieren, die während des Stipendienjahres entstanden sind.
Lena Dues und Artur Moser werden 2016/2017 bei uns arbeiten und zeigen Arbeiten in ihren neu bezogenen Räumen.
Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, den 15.04. um 19:00 Uhr,
sind Sie herzlich eingeladen!
Samstag und Sonntag jeweils von 12 – 18 Uhr geöffnet.
Weitere Infos zu den Stipendiaten finden Sie hier!
https://www.facebook.com/events/204047786646010/
Ruppe Koselleck
Im Kontext der Ausstellung GRÜN
unternimmt Ruppe Koselleck einen weiteren Versuch, den Mineralölmulti BP zu schlucken.
(Bild 4766_F19_E_D1)
Dezernat16
31. März 2016, 18 Uhr
Emil-Maier-Strasse 16, 69115 Heidelberg
Einladung Facebook: https://www.facebook.com/events/589121211240153/
…denn es ist Zeit, einen Konzern zu übernehmen. Die Feindliche Übernahme von BP wird 15 Jahre und Ruppe Koselleck hat begonnen, den Konzern via Ebay mit rohen und rohsten Ölmalereien anzugreifen.
Sie kaufen Kunst und Koselleck BP.
http://www.ebay.de/usr/takeoverbp
Kunst und Suppe
zibaldone…
Kunst und Suppe X
Serenella Dodi eröffnet Ihre Show mit Skizzenbüchern und Suppe am
3. März 2015 – 18 Uhr im Foyer der Ateliergemeinschaft Schulstraße e.V.
Serenella Dodi wohnt in Münster und Rom und zeigt bei uns einen kleinen Auschnitt ihrer neusten, sehr dichten, gestischen und freien Produktionen, die hier in Münster entstanden sind. Im Foyer der Ateliergemeinschaft Schulstraße läßt sie unter dem Titel „zibaldone…“ (zu Deutsch: Notizen) eine Einsicht in unzählige Skizzenbücher zu, deren Ausgangspunkt nie die reinweiße Fläche eines kunstgerechten Buches aus dem Handel sind. Sie überarbeitet Werbebroschüren, Flyer oder Hefter aus dem hochwertigen Gratismilieu der kapitalintensiven Wirklichkeitsaufwertungsstrategien eines Juweliers, Uhrenhändlers oder Schmuckproduzenten.
Ihre freien und vergnüglichen Überarbeitungen dieses Materials wird von zwei großen Wandarbeiten ergänzt.
Zur Eröffnung und zum Gespräch wird eine Suppe gereicht….
Die Ausstellung läuft danach noch bis zum 6. März 2016 und ist
jeweils Samstag und Sonntag von 11-14 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.
Sie und Ihre Freunde sind sehr herzlich zur Ausstellung eingeladen.
Kontakt: Ruppe Koselleck / Susanne von Bülow 0173.8360238
Ruppe Koselleck
Kunstraum Foth, Freiburg
Mit rohem Öl und einer kreisrunden Schneidemaschine…
Finissage der Ausstellung „EIN ROMAN IN SOLL UND HABEN“
Ruppe Koselleck
18. Februar 2016. 19 Uhr
Kunstraum Foth, Barbarastr. 4, 79106 Freiburg
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Klaus Geigle
13.02. – 30.06.2016
Wendezeiten
Gruppenausstellung
Centro Cultural Andratx, Mallorca
Kunst und Suppe IX
Zu Gast ist diesmal das „Depot 4.9“
Montag, den 11. Januar 2016 um 20 Uhr
Johann Edelmann stellt Konzept und Arbeit des Depot 4.9 vor.
Das Depot 4.9 war ein Ausstellungsraum im Hafen in den Speicher Ateliers. Aktuell sind die Depoten ohne Raum.
Infos gibt es hier: https://www.facebook.com/DEPOT4.9/
Zur Einladung auf Facebook gehts hierlang:
https://www.facebook.com/events/931213443621505/
Die Ateliergemeinschaft lädt herzlich ein zur Jahresausstellung!
(Für eine Großansicht der Karte bitte auf die Abbildungen klicken!)
Thomas Hak
Florale Strukturen
St.Walburga-Krankenhaus, Meschede
Keine Frage: Es sind Bilder, die für Gesprächsstoff sorgen. Und innerhalb des Publikums rasch polarisieren. Die einen zeigen sich fasziniert von den hellen, leuchtenden Objekten, die anderen hingegen haben Schwierigkeiten, einzelne Motive inhaltlich zuzuordnen. Doch niemand geht an ihnen vorbei, ohne einen intensiveren Blick darauf zu werfen:
Bis zum 10. Oktober 2015 werden im Foyer des St. Walburga-Krankenhauses sowie in den angrenzenden radprax-Räumlichkeiten Werke des münsterschen Malers Thomas Hak, 60, zu sehen sein. „Florale Strukturen“ hat er die aus insgesamt 29 Einzel-Stücke bestehende Schau betitelt.
Mitte der Fünfziger in Deilingen auf der südwestlichen Schwäbischen Alb (damals Württemberg) geboren, stand für ihn bereits zu Schüler-Zeiten fest, sich irgendwann der Kunst hauptberuflich zu widmen. Doch auf Wunsch des Vaters, der eine bedeutende Fossiliensammlung zusammengetragen hatte und den Fundus professionell verwaltet sehen wollte, absolvierte der Sohn zunächst ein geologisch-paläontologisches Studium, beendete dies 1982 mit dem Diplom-Abschluss. Danach schrieb er sich an der Kunstakademie Düsseldorf ein, wurde 1985 in die Klasse von Prof. Hermann-Josef Kuhna aufgenommen, war dann später dessen Meisterschüler an der Kunstakademie Münster.
Als Begründer und langjähriger Sprecher der jetzigen Ateliergemeinschaft Schulstrasse 43 in Münster machte Hak den Zusammenschluss 30 Jahre lang weit über die Grenzen der Westfalen-Metropole hinaus bekannt, erhielt für das außerordentliche ehrenamtliche Engagement von der Wahlheimatstadt Münster die Münster-Nadel überreicht. Zahlreiche Exkursionen sowie Ausstellungen führten ihn nach China, Kalifornien, Frankreich, Schweden und besonders Spanien.
Typisch für ihn: Die während der Reisen gewonnenen Anregungen bringt er häufig bereits unterwegs als erste, flüchtige Skizzen zu Papier, verarbeitet sie dann daheim unverzüglich weiter – auf der Leinwand. „ Hak verflicht “, urteilt beispielsweise sein früherer Rektor Prof. Dr. Manfred Schneckenburger, der zweimalige Kurator der Kasseler Documenta, „ mit fast traumwandlerischer Sicherheit zwei fundamentale Impulse der Malerei: konstruktive Ordnungen, das Über-, Neben- und Ineinander fester Pinselzüge, die er wie Balken einzieht. Daraus gehen ein baumeisterlicher Grundzug und große wie kleinteilige Rhythmen hervor.Neben dem Gerüst entlädt er jedoch auch ein blühendes Gerank, das die Architektonik mit einer eigenen Triebkraft sprengt und auflöst “.
aus: ‚la novia de los vientos‘, Ausstellungskatalog , Gijon 2004
Etliche der zum Teil üppigen (jeweils 180 x 140 cm), plakativ inszenierten Arrangements, auch als Triptychen, strotzen vor Dynamik: Es überwiegen darin die satten, ausdrucksstarken Töne – rot, verschiedenes gelb, grün. Oft stellt ihnen Hak zugehörige manchmal geweißte Komplementärfarben gegenüber, schafft dadurch nuancenreiche Kontraste. Generell besticht bei ihm ein harmonisches Grundbekenntnis: die Hommage (auch an Monet) an einen Kosmos voller Schönheiten. ‚Positive‘ Ausstrahlung ist daher vielen der präsentierten Exponate zueigen. So können thematisch wuchernde Landschaften dominieren – von der westfälischen Kopfweide über Mohnfelder bis zur Heckenrose, häufig jedoch kompositorisch verfremdet oder herausgehoben, zuweilen auch reichlich abstrahiert in Strudeln der Dekonstruktion oder auch in der ganzen Stille und Erhabenheit eines monochromen Motivs (‚ Sunset ‚, im Eingangsbereich). Der Anspruch dahinter ist stets der gleiche: tief im Inneren die Seele und den Verstand des Betrachters für eine Eigene Schönheit zu erreichen. Denn schon im nächsten Moment hört man die scheinbare Relativierung dagegen:
„ Damit “, stellt Hak fest, „ war und bin ich kein ‚ Gute-Laune-Maler ‚, falls es so etwas überhaupt geben kann!“ – auch bezugnehmend auf seine neuzeitliche, personenlose Kriegsinterpretation ‚ No Breda ‚ in gelb, einer weiteren Hommage diesmal an Velázques (Flur der radprax) .
Wer sich für Hak’s umfangreiches Oeuvre interessiert:
weitere Details finden sich unter http://www.thomashak.de .
Wolfgang Halberscheidt
Thomas Hak ist auch Kurator der Ausstellung „Farbiges Mehr“ des Atelier+, Münster
„Farbiges Mehr“: Neue Ausstellung im Landesshaus
Noch bis zum 18. September sind im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe an der Warendorfer Straße neue Werke aus dem Münsteraner „Atelier plus“ zu sehen, zu dem sich rund 30 Künstler mit psychischen Grenzerfahrungen zusammengetan haben. „Farbiges Mehr“ ist der treffende Titel der Ausstellung, denn viele Werke beeindrucken die Betrachter mit leuchtenden Farbwelten. Thomas Hak, künstlerischerer Leiter des Ateliers und Kurator der Ausstellung, erläutert das Motto:
„Farbiges Mehr – in seiner Doppeldeutigkeit verweist das auf den Schwerpunkt Farbe in Acryl, Gouache, Öl und Buntstift. Im Kontrast dazu stehen Zeichnungen mit Kugelschreiber, Bleistift und Kohle. Wir präsentieren ein Meer neuer Arbeiten, die uns Farbe als reine Malerei in Gemälden zeigen. Die bildnerischen Dualitäten von Form und Farbe können vom Betrachter erfahren werden.“
Das Atelier+ ist aufgebaut worden auf Anregung einer kleinen Gruppe von kunstschaffenden Menschen mit psychischer Erkrankung. Diese Anregung wurde vom Förderkreis Sozialpsychiatrie e.V. aufgenommen: Das „Atelier+“ fördert das künstlerische Tun psychisch erkrankter Menschen. Es bietet Gelegenheit, das Selbstwertgefühl zu stärken und soziale Kontakte zu entwickeln. Darauf verweist das „Plus“ im Namen.
Den Förderkreis Sozialpsychiatrie e.V. gibt es seit 1971 in Münster. Er fördert die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit psychischer Erkrankung. Erreicht wird dies durch sozialpolitische Einflussnahme sowie durch den Aufbau und das Angebot integrativer, insbesondere ambulanter Hilfeformen. Der Verein ist Träger einer Vielzahl von Einrichtungen und Diensten der medizinischen, sozialen und beruflichen Rehabilitation.
Das Atelier+ wurde im Jahr 2004 eröffnet und befindet sich stadtzentral an der Bremer Straße 42. Es wendet sich in besonderer Weise an psychisch Erkrankte, die bereits über Erfahrungen in der Malerei verfügen bzw. sich selbst als Künstler definieren. Für diese ist in den späten Nachmittagsstunden das „offene Atelier“ eingerichtet. Für Personen, die erste Erfahrungen machen bzw. bestimmte Techniken erlernen wollen, werden zudem spezielle Kurse angeboten. Über 40 Personen besuchen mittlerweile regelmäßig das Mal- und Zeichenatelier.
Einige Impressionen zur Eröffnung der Ausstellung:
Atelier +
Förderkreis Sozialpsychiatrie e.V.
Bremer Str. 42
48155 Münster
http://www.muenster.org/atelier-plus
Il Jong Park (Ille)
WGZ Bank Düsseldorf
Studierende der Kunstakademie Münster // WGZ Bank Wild und Sanft
Do, 03.09.2015 – Do, 08.10.2015, WGZ Bank Düsseldorf, Ludwi-Erhard-Allee 20, 40227 Düsseldorf
Unter dem Titel „Wild und sanft“ präsentiert die Düsseldorfer WGZ Bank junge Kunst von 14 Meisterschülerinnen und -schülern sowie Absolventinnen und Absolventen der Kunstakademie Münster.
Im Rahmen der nunmehr siebten Förderausstellung der Reihe Zeitgenössische Kunst in der WGZ BANK sind 136 Kunstwerke in Düsseldorf zu sehen.
Ausgestellt sind Kunstwerke von: Javkhlan Ariunbold, Tina Dunkel, Malte Frey, Jonas Hohnke, Hubertus W. Huvermann, Hwakyeong Jeong, Hanna Kier, Jörg Kratz, Moritz Neuhoff, Il Jong Park (Ille), David Rauer, Angelika Rauf, Eilike Schlenkhoff und Silke Schönfel
Nacht der Museen, Münster
WAGEN 14 – Kabinettsausstellung im Kasten.
17 Künstlerinnen und Künstler der Ateliergemeinschaft Schulstraße zeigen zum Schauraum 2015 neue Bilder, Performances und Objekte aus ihren aktuellen Produktionen auf engstem Raum.
Prinzipalmarkt, Münster
5. September 2015
16 – 23 Uhr
Einladung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/417934788395401/


































